Zwischenzeit im Zwischenland

Zwischen den Jahren…..- Was zum Teufel bedeutet das eigentlich? 

 

Als ich klein war, habe ich immer wieder über diesen merkwürdigen Ausdruck nachgedacht. Schließlich war doch das Jahr noch gar nicht vorbei, und doch taten alle so! Heute ist mir klar, dass diese Zeit wirklich nicht ganz gewöhnlich ist und weder in das eine (reale), noch das andere (reale) Jahr zählt. Wir befinden uns in einer Art von Zwischenwelt und Zwischenzeit. Fast ist es so, als würden wir das Kapitel eines Buches schließen, das uns viel bedeutet hat. Aber nicht, bevor wir nicht die passende Zusammenfassung dafür verfasst haben...

Abschied nehmen vom alten Jahr

Während wir uns in dieser Zwischenzeit meist mit der Aussicht aufs neue Jahr beschäftigen, vergessen wir manchmal dankbar zu sein. Dankbar für all die Dinge, die wir in diesem Jahr gelernt haben. Für dicke Freundschaften, die über die Jahre immer tiefer geworden sind. Für die neue Ruhe und Gelassenheit, die wir früher nie hatten. Für großartige Menschen, die neu in unser Leben getreten sind. Für den wundervollen Mann an meiner Seite, der bei Sonnenuntergang in den Weinbergen singend (!) um meine Hand angehalten hat. Für schmerzvolle Erlebnisse, die uns gelehrt haben, Dinge besser zu machen. Für Eltern, die immer genau dann anrufen, wenn es in unserem Kopf gerade düster aussieht. Die uns vielleicht nicht immer verstehen, aber dennoch für uns da sind. Für diesen Moment in der Natur, in dem uns auf einmal ein paar Dinge so klar werden wie der Himmel über uns. Für Wärmflaschen. Für Mamas Tiramisu. Für meine Wärmesalbe, die Rückenschmerzen schnell verschwinden lässt. 

 

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber wenn ich einmal angefangen habe, fallen mir unzählig viele Dinge ein!  

Statt Vorsätzen: Gib‘ Geld, gib‘ Zeit, gib‘ Liebe

Sind wir mal ehrlich: Unsere guten Vorsätze drehen sich doch zu 90% um das große Thema „Selbstoptimierung“. Mehr Sport machen, weniger rauchen, abnehmen, weniger schimpfen – Du kennst die Dinge ;). 

 

Wie wäre es zur Abwechslung damit, dass wir einfach mal etwas Gutes geben? Ohne zu erwarten, dass wir dafür etwas zurückbekommen? Es geht dabei gar nicht um den Gegenwert, sondern vielmehr darum, dass wir ein Bewusstsein dafür haben, dass jeder unserer Schritte einen feinen Unterschied macht.

 

Such‘ dir eine einzige Sache aus, die du gerne und gut geben kannst und fokussiere dich darauf. Eine Sache, von der du weißt, dass du auch lange dran bleibst. Das könnte freiwillige Hilfe bei einer gemeinnützigen Organisation sein oder eine Spende; man kann übrigens auch Sachen spenden, zum Beispiel bei der Mainzer Flüchtlingshilfe. Oder Du verzichtest zur Abwechslung auf Dinge, die der Umwelt schaden. Nein, damit ist nicht die tägliche Dusche gemeint ;). Aber manchmal nehmen wir das Auto, obwohl wir die Strecke locker auch mit dem Auto fahren könnten, um dabei sogar noch was für unsere Gesundheit tun....

 

Klar, Du kannst keine heile Welt herbeizaubern, aber du kannst einen Beitrag dazu leisten!

 

In diesem Sinne wünsche ich dir ein wundervolles, inspiriertes und erlebnisreiches neues Jahr 2017.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    anna (Mittwoch, 21 Juni 2017 11:28)

    Sehr gute tipps !