Meine Ausbildung zur Yoga  Personal Trainerin...

Dieses Wochenende war ich für den Start meiner 300h+-Yogalehrer-Ausbildung im Unit Yoga in Hamburg. Thema des Ausbilungsblocks war das „Yoga Personal Training“ – also Yoga 1-1…

Ich war super neugierig auf das Wochenende, weil ich nicht so genau wusste, was mich erwarten würde. Dabei umfasst Personal Training nicht nur körperliche Übungen (Asanas), sondern auch Atemtechniken und Meditation, falls die Methoden dem Schüler helfen. 

Warum ich nochmal 300h Yoga-Ausbildung mache

Vorweg möchte ich Euch erzählen, warum ich nun nochmal eine 1-jährige Yogalehrer-Ausbildung auf meine 200h aufsatteln möchte – trotz meiner Zeitknappheit und einer ordentlichen Summe Ausbildungskosten…: 

1. Entwicklung

Wenn mich meine TeilnehmerInnen nach dem Kurs völlig entspannt und glücklich anschauen, könnte ich mir kaum eine schönere Beschäftigung vorstellen! Yoga zu unterrichten gibt mir wahnsinnig viel Energie. Da ich den Anspruch habe, jeden Tag ein wenig besser zu werden, möchte ich mein Wissen unbedingt noch weiter ausbauen. 


2. krankenkassen-zulassung

Nach Abschluss der 500h sowie einer nachgewiesenen Anzahl an Kursen kann man bei Krankenkassen die Zulassung für bezuschusste Kurse beantragen. Das heißt, dass Schüler bis zu 80% der Kosten von ihren Krankenkassen rückerstattet bekommen. 


3. Yogalehrer ausbilden

1.      Mein Traum ist es irgendwann selbst Yogalehrer nach meinen „Standards“ ausbilden zu können. Die Grundvoraussetzung dazu ist eben genau diese volle 500h Ausbildung... 


Was ich in der Yoga Personal Trainer Ausbildung gelernt habe

Geleitet wurde das Wochenende von Holger Zapf, dem Inhaber des Unit Yoga, und ein wundervoller, humorvoller und energiegeladener Referent, der Langeweile niemals aufkommen lässt. Außerdem kann ihm besonders im Bereich der Anatomie kaum jemand etwas vormachen und erklärt Zusammenhänge so spielend, dass man sie auch Jahre später noch parat hat! 

Hier meine wichtigsten Erkenntnisse kurz und knapp zusammengefasst :): 

1. ZIELDEFINITION

Kläre unbedingt am Anfang das Ziel / die Motivation Deines Schülers. Es mag unterschiedlichste Beweggründe, wieso sich Menschen für eine 1-1 Betreuung beim Yoga entscheiden. Auf jeden Fall ist es absolut wichtig, diese kennen zu lernen, bevor Du Dir ein Konzept für Deinen Schüler überlegst. 

2. Anamnese

Mache vor der ersten Praxisstunde eine ausführliche Anamnese während eines Gesprächs mit Deinem Schüler. Dabei deckt man nicht nur die körperliche, sondern auch die mentale Ebene ab. Wo hat er / sie körperliche Einschränkungen oder Vorbelastungen, Stärken und Schwachstellen, welchen Job hat er /sie, wie viel Stress beeinflusst den Menschen etc. sind elementare Fragen, um Deinen Schüler kennen zu lernen.

3. Atmosphäre schaffen

Wenn Du ins Yogastudio gehst, spürst Du direkt beim Betreten die positive Stimmung und fühlst Dich meist direkt extrem wohl. Schaffe solch eine schöne Stimmung voller positiver Energie in dem Raum, in dem das PT stattfinden soll - auch wenn Du im Haus Deines Schülers unterrichtest. Dass es viel mehr Möglichkeiten gibt, als nur Musik und Duftkerzen, hat mich sehr fasziniert! 

4. Körperkontakt halten

Man sollte während der Stunde nie den Körperkontakt zum Schüler verlieren und ihm so Deine 100%ige Aufmerksamkeit schenken.  Dieser Punkt hat mich anfangs überrascht, aber ist wohl der allerwichtigste Punkt, den ich gelernt habe. Als Yogalehrer versucht man in Gruppenkursen jeden Schüler mal zu „korrigieren“, also durch aktiven Körperkontakt in der Bewegung auszurichten. 1-1 ist es aber fast wie bei einer Massage, wo die Masseurin auch immer eine Hand an Deinem Körper behält. So fühlt sich Dein Schüler sicherer, besser geleitet und erschrickt nicht jedes Mal, wenn Du ihn wieder berührst… 

5. Individualität

Jeder Mensch ist einzigartig und hat andere Bedürfnisse. Yoga ist auch deshalb so toll, weil man mit den richtig gewählten Übungen und Tools exakt auf die persönlichen Stärken und Schwächen jedes einzelnen Menschen eingehen kann, sei es auf mentaler oder körperlicher Ebene. 

FAZIT: Alles in allem war das Wochenende für mich absolut bereichernd und hat die perfekte Mischung aus Theorie und Anwendung am „lebenden Objekt“ geboten :). Vielen Dank nochmal an Holger und das Unit Yoga! 


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