Eis-Füße Adé: Yoga für warme Füße

Es gibt wohl kaum eine Frau, die das Problem nicht kennt: Man liegt mit Eis-Füßen im Bett, und kann nicht einschlafen. Oder der Weihnachtsmarkt macht keinen Spaß mehr, weil die Fußzehen zu Eisklötzen gefroren sind. 

 

Wenn sie uns nicht gerade ärgern, schenken wir unseren Füßen im Winter leider selten unsere Aufmerksamkeit und packen sie meist in dicke Socken und Stiefel. Dabei hätten sie ein wenig mehr Fürsorge & Liebe wirklich verdient, schließlich tragen sie uns unser ganzes Leben lang durch die Welt! ;)

 

Anatomisch gesehen sind unsere Füße wahre Wunderwerke: Fast 30 Knochen, beinahe 30 Gelenke, 60 Muskeln, mehr als 100 Bänder und über 200 Sehnen machen sie zu einem ausgeklügelten System.

 

Nun aber zurück zu unserem Problem: Um schnell warme Füße zu bekommen, gibt es hier 5 einfache Yogaübungen, die in 10 Minuten für warme Füße sorgen...

1. Die Plantarfaszie dehnen

Alles, was Du dazu brauchst, ist einen Tennis- oder Faszienball; im Notfall oder wenn Du schmerz-resistent bist, kannst Du auch zum Golfball greifen ;).

 

Du stehst aufrecht und nimmst den Ball unter einen Deiner Füße. Nun verlagerst Du Dein Gewicht auf den Ball und bewegst ihn unter Deiner Fußsohle entlang. Achte dabei auf Stellen, die besonders verhärtet, also schmerzhaft, sind. Dort, wo es besonders schmerzhaft ist, kannst Du für ein paar Sekunden bleiben. Nach ca. 2 Minuten wechselst Du dann die Seite. 


2. Fersen heben

Für diese Übung brauchst Du keine Hilfsmittel. Du stehst aufrecht, Deine Füße sind hüftweit voneinander entfernt und parallel ausgerichtet. Aktiviere Deine Bauchmuskulatur und Deinen Beckenboden leicht. 

 

Mit der Einatmung hebst Du Deine Fersen weit nach oben an, und ausatmend senkst Du Deine Fersen wieder ab. Du kannst dabei auch Deine Arme mit nach oben führen und wieder senken. Wiederhole die Übung für 10 lange Atemzüge.


3. "Brötchen brechen"

Diese Übung, die man mit "Brötchen brechen" umschreiben könnte, kannst Du am besten im Sitzen machen. Ein Bein streckst Du nach vorne aus, das andere winkelst Du an, und nimmst Deinen Fußballen in beide Hände. Du kannst Dir auch ein Kissen unter Dein Gesäß legen, um aufrecht zu sitzen. 

 

Jetzt bewege mit Deinen Händen sanft Fuß-Außen- und Innenkante Deines Ballens aufeinander zu, natürlich mit ein wenig Feingefühl ;). Nach 1 Minute wechselst Du dann die Seite. 

 


4. Zehen spreizen 

Im aufrechten Sitzen nimmst du nun deinen Fuß wieder in beide Hände. Versuche den Knöchel über Deinen Oberschenkel hinaus ragen zu lassen, da er sich sonst schmerzhaft in Deinen Oberschenkel drückt. Dann bringst deine 5 Finger zwischen deine 5 Zehen. So spreizen sich deine Zehen auseinander. 

Das mag etwas tricky erscheinen, aber mit ein wenig Geduld sollte es klappen ;). Dann bewege deinen Fuß langsam in Kreisen und ziehe dabei deine Zehen zu Dir heran. Nach 30 Sekunde wechsle den Fuß.


5. Venenpumpe

Zum Schluss geht es im Liegen mit der Venenpumpe weiter, die den Blutrückfluss zum Herzen anregt: Du kannst Dein Gesäß leicht erhöht auf ein Kissen oder eine gefaltete Decke legen, sodass Du das Gewicht Deiner nach oben gestreckten Beine nicht mit Deiner Bauchmuskulatur halten musst (besonders wichtig bei Schwangeren!). Deine Arme liegen entspannt neben Deinem Körper.

 

Jetzt ziehst Du abwechselnd langsam Deine Fußzehen zu Dir heran und streckst sie wieder aus. Mache diese Übung jeweils für ca. 1 Minute pro Seite.


Falls Du diese Übungen direkt vor dem Schlafengehen machst und den wärmenden Effekt gerne verstärken möchtest, kannst du zum Massieren z.B. Sesam- oder Mandelöl verwenden. Gleichzeitig macht es deine Füße über Nacht streichelzart ☺️! 

Ich wünsche Euch eine schöne Weihnachts-Woche mit warmen Füßen! 
Namasté.


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