Statt Vorsätzen fürs neue Jahr: Nur EIN Wort…

Statistisch gesehen sind wir kein kreatives Volk: Fast die Hälfte aller Deutschen, die Vorsätze haben, will entweder mehr Sport machen oder abnehmen, dicht darauf folgt der Vorsatz, sich gesünder zu ernähren (zur Statistik). Kurzum: Wir sind also unzufrieden mit unseren Körpern und möchten schlanker und gesünder werden. 

 

Ich bin schon seit längerem ein Gegner davon, sich speziell an Silvester gute Vorsätze "auszudenken". Denn sind wir mal ehrlich: Unsere zig Vorsätze, die wir fassen, sind spätestens nach ein paar Wochen wieder vergessen oder schon wieder hinfällig. Oder sie frustrieren uns so sehr, weil wir an der Umsetzung scheitern, dass wir sie lieber ausblenden. 

 

Mich hat es tatsächlich entsetzt, diese Statistik zu lesen. Denn ich glaube, dass die Unzufriedenheit über unsere Körper nur die Spitze des Eisberges ist und es eigentlich viel mehr Sinn machen würde, sich mit den Wurzeln unseres „Leids“ zu beschäftigen. Denn manchmal entsteht unser Frust im Außen, weil wir uns an Maßstäben orientieren, die wir Tag für Tag in der Werbung, in der Presse und in unserem direkten Umfeld vermittelt bekommen – so auch, wie der „perfekte“ Körper aussehen sollte…

Macht es da nicht viel mehr Sinn, in Sachen „Vorsätze“ auf die Wertvorstellungen zu schauen, nach denen wir leben (wollen)? Und somit unsere „Ziele“ für das neue Jahr viel nachhaltiger und positiver zu gestalten? 

Ein Wort für dein Jahr 2018

Das Wort „Mantra“ hat seinen Ursprung im Hinduismus und steht für „Formel“ oder „Spruch“. Es kann aus einem Wort oder einer Wortkette gebildet werden. Der Sinn des Mantras liegt darin, dass man es in regelmäßigen Abständen gedanklich oder laut ausgesprochen für sich selbst wiederholt, sodass es sich mit der Zeit immer mehr in Deinem Leben äußert / bewahrheitet. 

 

Dafür sollte man natürlich erst einmal sein Wort oder Mantra gefunden haben. Um euch ein wenig zu inspirieren, findet ihr hier ein paar Beispiele von Wörtern, die Euch in 2018 begleiten könnten:

  • Liebe 
  • Vertrauen 
  • Mut
  • Mitgefühl 
  • Frieden
  • Dankbarkeit 

All diesen Worten kannst Du Deine ganz eigene Bedeutung beimessen - Je nachdem, in welchem Bereich Deines Lebens Du sie für wichtig hältst. Vielleicht geht es Dir mehr um den Umgang mit Dir selbst, vielleicht auch darum, wie Du mit Deinem Partner, Deinen Freunden oder anderen Menschen umgehen möchtest.  

„Es ist nicht schwer, Entscheidungen zu treffen, wenn du deine Werte kennst.“

- Roy E. Disney 

Mein Wort des Jahres 2017…bleibt auch 2018

Ich habe mich dieses Jahr viel mit meinen Wertvorstellungen auseinandergesetzt und mir die Frage gestellt, in welchen Bereichen ich noch nicht danach lebe. Es hat mich Überwindung gekostet, mir das einzugestehen…- Aber ich habe jahrelang außer Acht gelassen, wie wichtig es ist, zu vertrauen. Nicht nur anderen Menschen, sondern ganz besonders mir selbst! Ich war immer skeptisch, misstrauisch und voreingenommen und habe mir selbst und anderen das Leben auf diese Weise ziemlich schwer gemacht. Deshalb war mein Wort für 2017, das ich mir jeden Tag für ein paar Minuten in meinen Meditationen wiederholt habe, „Vertrauen“. Tatsache ist, dass es mich jeden Tag aufs Neue bewegt und mich oft in alltäglichen Situationen daran erinnert, loszulassen und Vertrauen zu haben. 

So findest Du Dein Wort für 2018

Vielleicht konnte Dich die "Ein-Wort"-Idee inspirieren und Dir ist beim Lesen direkt ein Wort in den Sinn gekommen, dass für Dein Jahr 2018 passt.

 

Falls nicht, dann nimm Dir doch ein paar Minuten Zeit, setze Dich auf Dein Sofa oder auf einen Stuhl, und geh' in Dich. Überlege Dir, nach welchen 3-5 Schlüsselwerten Du gerne leben möchtest. Wenn Du sie gefunden hast, dann mache Dir Gedanken, welcher Wert Dir am allerwichtigsten ist bzw. welchen Wert Du momentan am wenigsten in Deinem Leben erfüllt siehst. 

 

Falls Du spürst, dass Dir zwei Worte gleich wichtig sind, dann stress' Dich nicht. Natürlich können es auch zwei verschiedene Worte sein, aus denen Du Dein Mantra formst.

 

Wenn Du Dein Wort gefunden hast, dann versuche es zu einem Ritual werden zu lassen, es jeden Tag für ein paar Minuten innerlich zu wiederholen. Am besten eignen sich dafür die Minuten kurz nach dem Aufwachen oder vor dem Einschlafen, sodass der Trubel des Alltags Dich dabei nicht gefangen nimmt! 



DIESE BEITRÄGE KÖNNTEN DIR AUCH GEFALLEN:

Das war mein 2017...

Es wird Zeit für meinen Jahresrückblick :)! Was mich persönlich und in Sachen Yoga in 2017 bewegt hat, erfährst Du hier... 

Eis-Füße Adé: Yoga für warme Füße

Winterzeit ist Eis-Füße-Zeit, oder? Doch mit nur ein paar einfachen Yoga-Übungen hast Du Ruck-Zuck warme Füße...


Kommentar schreiben

Kommentare: 0