Mainzer Powerfrauen: Lisa Tihanyi // Bloggerin bei Mein Feenstaub

Gründerinnen aus Mainz
Lisa Tihanyi - Bloggerin & Gründerin von "Mein Feenstaub"

Raus aus der Komfortzone zu gehen und etwas Eigenes zu wagen: Das haben alle Frauen gemeinsam, die ich Euch in meiner neuen Serie "Mainzer Powerfrauen" vorstellen möchte.

 

Lisa ist 29 Jahre alt, verheiratet, lebt in Mainz und ist Vollzeit-Do-It-Yourself-(DIY)-Bloggerin. Sie strahlt unglaublich viel positive Energie aus und hat mich schon bei unserem ersten Kennenlernen begeistert! 2017 hat sie ihren Büro-Job in einer PR-Agentur an den Nagel gehängt, um sich zu 100% ihrer Leidenschaft - dem bloggen - zu widmen...

Mein Feenstaub: DER DIY-Blog in Deutschland

Auf Deutschlands bekanntestem DIY-Blog "Mein Feenstaub" zeigt Lisa, wie viel Spaß Werkeln, Basteln und Nähen machen. Mittlerweile folgen ihr mehr als 12.000 Menschen bei Instagram, Facebook & Co. Der Blog strahlt so viel Lebensfreude aus, dass man direkt Lust bekommt, selbst kreativ zu werden! Schaut unbedingt mal vorbei...😊

Wer ist eigentlich Lisa Tihanyi? 

Doch welche Power-Frau verbirgt sich eigentlich hinter "Mein Feenstaub"?

 

Lisa kommt ursprünglich aus einem kleinen Dorf in der Süd-Pfalz. Schon in ihrer Schulzeit wollte sie später etwas Redaktionelles machen, sodass sie sich für ein Studium in Soziologie (& Anglistik) in Mainz entschied. Nach ihrem Studium landete sie dann in der PR-Branche und pendelte einige Jahre für den Job nach Frankfurt.

 

Ihren DIY-Blog Mein Feenstaub hat sie 2013 als Hobby gestartet. Als ihr vor einem Jahr von einem großen DIY-Blog eine Teilzeit-Stelle angeboten wurde, zögerte sie nicht, und kündigte ihren PR-Job. Seitdem bloggt sie für einen großen DIY-Blog und widmet sich ihren eigenen Projekten. Dabei steht ihr Blog an erster Stelle, auf dem sie Ideen rund ums Selber-Machen zeigt. Außerdem gibt sie DIY-Workshops für Unternehmen (z.B. für Vorwerk, Staedtler, Fujifilm) und ist ein Mal pro Monat zu Gast beim ARD Buffet, wo sie verschiedene DIY-Ideen zeigt.

 

Ich habe mich mit Lisa in der Annabatterie getroffen und ihr beim Frühstück ein paar Fragen gestellt:  

10 Fragen an Lisa...

1. Lisa, was hat sich in Deinem Leben verändert, seitdem du Deinen Vollzeit-Job gekündigt hast?

Den Job zu kündigen war die besten Entscheidung, die ich je getroffen habe - neben der, meinen Mann zu heiraten ;). Seitdem habe ich VIEL mehr Zeit und kann von zu Hause arbeiten. Ich bin 4 Jahre nach Frankfurt gependelt, das waren 2-3 Stunden von Tür zu Tür, die ich jeden Tag investiert habe. Seit der Kündigung geht es mir auch körperlich viel besser, bin ganz selten krank und ich habe viel mehr Energie als vorher. Das hätte ich vorher nie gedacht!  

 

2. Wann hast Du mit dem bloggen begonnen, und was war damals anders als heute? 

Als ich 2013 meine Magisterarbeit geschrieben habe, hat mich ein Bastel- und Deko-Rausch ergriffen, weil ich so Lust hatte, was mit den Händen zu machen, anstatt in den Soziologie-Büchern zu blättern. Damals haben meine Freunde meine DIY-Beiträge kommentiert, bis nach ein paar Monaten der erste Kommentar eines "Fremden" kam. Das war echt ein Aha-Erlebnis, weil ich null damit gerechnet hatte :).

Ich glaube, heute wird viel strategischer als damals gebloggt: Man ist viel mehr darauf bedacht, Mehrwert für den Leser zu bringen und SEO-optimiert zu schreiben. Mir wird das in letzter Zeit zu viel und ich finde es schöner, persönlicher zu schreiben und etwas von mir Preis zugeben. 

 

3. Wie inspirierst Du Dich, um Deine Posts interessant zu halten? 

Ich nehme meine Inspiration ganz oft aus dem Alltag, wenn ich z.B. etwas sehe, was ich haben möchte, was mir aber zu teuer ist. Dann mache ich es einfach selbst. Oder ich schlendere durch den Baumarkt und sehe etwas Neues, neue Materialien, die ich spannend finde. Ich habe diesbezüglich gar keine Strategie, sondern mache das meiste aus dem Bauch heraus. Einer meiner meist geklickten Posts über einen Flamingo-Geschenk-Anhänger ist ganz spontan entstanden, als ich ein Geschenk verschönern wollte. 

 

4. Wer ist Dein größter Mentor?  

Ich habe keinen Mentor in dem Sinne. Ich habe ganz lange für mich im stillen Kämmerlein gebloggt, aber hatte Blogger-Treffen und Konferenzen gar nicht auf dem Schirm. Das war einer der Schlüssel-Momente, als ich zum ersten Mal auf solche Treffen gegangen bin und mich austauschen konnte. Mittlerweile habe ich kleine Gruppen, mit denen ich mich austausche. Z.B. Katha von Kathastrophal und ich tauschen uns ganz offen auf, besonders wenn wir Anfragen von Unternehmen bekommen. 

  

5. Wie würdest Du Dir denn Dein Leben in 10 Jahren vorstellen? 

Ich würde in 10 Jahren gerne in einem schönen alten Haus leben, das irgendjemand saniert hat - aber nicht mein Mann oder ich (lacht), zusammen mit drei kleinen Hunden aus dem Tierheim. Im Haus gibt es ein kuscheliges Atelier, in dem ich Workshops geben kann und meine Ideen umsetzen kann, am besten im Dachgeschoss. Und es gibt einem Taubenschlag im Garten mit geretteten Tauben. Außerdem lebe ich dann natürlich komplett von meinem Blog und meinen Workshops. 

 

6. Auf welche Dinge in Deinem Leben bist Du besonders stolz? 

Ich bin stolz darauf, dass ich immer schon stur genug war, mein eigenes Ding durchzuziehen. Ich komme ja aus einem kleinen Dorf in der Süd-Pfalz. Da hört man um sich herum immer "nach dem Abitur, da machst Du was G'scheits". Das bedeutete dort, mal bei einem großen Unternehmen wie Daimler zu arbeiten. Ich habe aber immer gesagt, niemals arbeite ich für so ein Unternehmen, wo Du nur eine Nummer von 100.000 bist. Ich glaube, ich habe viele damit überrascht, dass ich heute vom Bloggen leben kann und bin sehr stolz darauf. 

 

7. Was macht Dich an Deinem Beruf besonders glücklich? 

Ich liebe es, dass ich andere mit meinen Ideen inspirieren und mit meiner Leidenschaft mitreißen kann, selbst kreativ zu werden. Ich finde es so schön, wenn ich Leuten damit ein gutes Gefühl geben kann und sie stolz auf sich sind. 

 

8. Wie gestaltest Du Deinen Arbeitsalltag? 

Ich strukturiere meinen Tag so, dass ich Email-Anfragen eher abends bearbeite, weil man jetzt im Winter Fotos nur bis 15 Uhr machen kann. Bei meinen Mails organisiere ich mich so, dass bis Sonntags alle Mails der Woche abgearbeitet sind. Es belastet mich einfach, wenn mein Postfach voll ist. Das ist eine Routine, die bei mir für ein gutes Gefühl sorgt. Übrigens muss ich 95% meiner Anfragen ablehnen, weil es so viele sind, die teils auch gar nicht passen. Ansonsten habe ich kaum Alltags-Routinen, weil das bloggen so vielseitig ist.

 

9. An welchem Ort in Mainz kannst Du am besten entspannen? 

Ich wohne ja in der Neustadt und schlendere total gerne gerne am Rheinufer entlang. Im Sommer ist da ja auch total viel los. Und ich liebe die Kaffee-Kultur in der Mainzer Neustadt und finde es toll, den Tag mit einem Kaffee zu starten...

 

10. Wie findest Du Deinen Ausgleich? 

Wenn man sein Hobby zum Beruf macht, hat man plötzlich kein Hobby zum Ausgleich mehr. Ich habe jetzt mittlerweile tatsächlich Yoga für mich entdeckt und liebe es jeden Tag auf meine Matte zu gehen. Ich mache morgens 10 Minuten zu Hause ein paar Sonnengrüße. Im Yoga-Studio (Im Freiraum) bin ich 1-2 Mal pro Woche. 

Liebe Lisa, es war mir ein großes Vergnügen! :) Ganz herzlichen Dank für das offene Gespräch! 


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