Warum YOGA so viel mehr als Sport ist

Ganz häufig höre ich in Gesprächen über Yoga: Ach, ich sollte auch mal wieder Sport machen… Oder ich werde gefragt, ob ich noch „anderen Sport“, außer Yoga, mache. Deshalb möchte ich nun mal dieses Missverständnis aufklären: Yoga ist weit mehr als „nur Sport“! :) Und warum...?

Der klassische Yoga-Einstieg: Im Fitnessstudio

Dass Yoga bei uns so mit Sport assoziiert wird, ist aber auch leicht nachzuvollziehen, da wir meist über Yoga im Fitnessstudio das erste Mal damit in Berührung kommen. Genau wie ich vor einigen Jahren…: In meinen ersten Yogakurs bin ich gestolpert, weil ich einen „Ausgleichssport“ suchte. Damals bestand mein Sportprogramm aus Mountainbiken, Spinning, Laufen und Krafttraining. Klar, ich war ein Muskelbündel und hatte jede Menge Kraft. Doch von Flexibilität keine Spur mehr. Auch nicht mental. Schon der Schneidersitz war eine Qual für mich.

Doch schon nach den ersten Stunden spürte ich, dass Yoga etwas ganz anderes mit mir macht. Es erdet mich, macht mich ruhiger und gelassener. Es zeigt mir, wie gut es sich anfühlt nicht mehr durch die Welt zu hetzen.  Und meinen Fokus nach innen zu lenken. 

Beim Sport geht es um höher, schneller, weiter…

Das wichtigste Argument für mich, warum Yoga eigentlich kein Sport ist: Beim Sport geht es um höher, schneller, weiter. Im Yoga geht es darum, anzunehmen, was gerade ist und zu beobachten, was die Praxis mit Dir anstellt. Im Einklang mit Dir selbst zu sein. 

Die 8 Elemente des Yoga

In der Yoga-Philosophie (den Yoga Sutras) wird Yoga als ein achtgliedriger Pfad zu Erleuchtung dargestellt. Und nur ein einziges dieser "Elemente" ist die Asana-Praxis, also die körperlichen Übungen, die wir mit Yoga assoziieren. Am Anfang dieses Pfades stehen die Yamas und Niyamas – der Umgang mit Dir selbst, Deiner Umwelt und anderen Menschen. Es würde den Rahmen sprengen, hier alle Prinzipien zu nennen, aber fest steht: Auch nach tausenden von Jahren machen diese „Leitlinien“ absolut Sinn! Falls es Dich interessiert, erfährst Du mehr über diesen achtgliedrigen Pfad in dieser schönen Erklärung von YogaEasy.  

Yoga endet nicht auf der Matte - es beginnt dort

Yoga endet also nicht auf der Matte, auch wenn es für viele dort beginnt. Unsere Übungen auf der Matte schärfen unsere eigene Wahrnehmung und bereiten uns auf das vor, was abseits des Studios wartet. Und hier beginnt die eigentliche Yoga-Praxis. Sobald man wirklich beginnt, eine regelmäßige Yogapraxis in sein Leben zu integrieren, wird man neugierig, und möchte mehr erfahren und erspüren. Probiert es einfach aus! :)

 

Fazit: Yoga ist kein Sport. Denn eigentlich IST ALLES IM LEBEN YOGA.

 

Namasté.


Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    MElanie (Donnerstag, 05 April 2018 16:12)

    Yoga ist mehr als Sport. Definitiv. Yoga ist gut für Körper und Geist. Aber was bewirkt Yoga eigentlich in unserem Körper? Genau darüber habe ich einen Artikel geschrieben. Vielleicht magst du einmal rüber hüpfen. Ganzwunderbare Grüße
    https://www.ganzwunderbar.com/wirkung-von-yoga/