Dieser verdammte „Yoga Body"!

Der Yoga-Body: Ein schlanker, drahtiger Körper, makellos und ohne überflüssige Fettpolster - bei Instagram in Fülle zu bewundern. Doch worum geht es denn eigentlich im Yoga? Ums Loslassen und Annehmen, was ist! Deshalb möchte ich ganz offen erzählen, wie ich mich in meinem Körper nach der Geburt fühle und warum mich dieser Begriff des "Yoga Bodys" unter Druck setzt...

Ein schonungslos offener Artikel von „Noemi Christoph - Intuitiv leben“ hat mich dazu inspiriert, über die Frage nach dem Begriff „Yoga Body“ zu schreiben, der mir gerade präsenter denn je ist. 

Geht man in ein Yogastudio, so stellt man sich die Lehrerin genau so vor. Oder nicht? What’s worse: Die großen Yoga Labels vermarkten Yogahosen, wo die Größe M grundsätzlich eher wie XS-S ausfällt. Warum tun sie das? 

Wie ich beim Selflove Sunday von "I love Spa" erzählt habe, kämpfte ich seit mehr als einem Jahrzehnt gegen meinen Körper. Alles drehte sich darum, bloß nicht zuzunehmen, und „in Form“ zu bleiben. Von positivem Körpergefühl keine Spur. 

 

Durch meine Schwangerschaft und die Geburt hat sich mein Körper verändert. Er ist weicher und etwas fülliger - und geblieben sind 5 kg zusätzlich auf der Waage. Doch wenn ich in den Spiegel sehe, mag ich, was ich sehe, und fühle mich pudelwohl mit „Postpartum-Body“ (wieder so ein schreckliches Wort!). 

Doch wird von einer Yogalehrerin nicht erwartet, dass sie schnell wieder aussieht wie vor ihrer Schwangerschaft? So meine Gedanken schon ein paar Tage nach der Geburt…Traurig, aber leider dennoch wahr.  Aus Angst vor den Urteilen von (fremden) Menschen, die genau dieses Bild vom „Yoga Body“ haben, gehe ich weniger entspannt mit meinem Körper um, und setze mich unter Druck. Ich bin hin- und hergerissen, denn natürlich weiß ich, dass ich als Vorbild für viele zeigen sollte, dass es völlig natürlich ist, nicht innerhalb weniger Monate nach der Geburt auszusehen wie vorher. Und vielleicht möchte ich auch meine neuen Kurven behalten, da ich mich damit wohlfühle! Auf der anderen Seite fällt es mir schwer loszulassen und meine Gedanken kreisen oft um diese Frage. 

Reminder an mich selbst: Es ist EGAL, was andere über mich oder meinen Körper denken. Wichtig ist, dass ich mich so annehme, wie ich bin – auch mit mehr Kilos auf den Hüften. Und genau das möchte ich vermitteln, wenn ich Yoga unterrichte.  

 

Deshalb bin ich dankbar für Yogalehrerinnen wie Noemi, die sich dafür stark machen, dass Yoga genau dieses Körperbild nicht vermitteln sollte.

 

 

Also, ihr Lieben: Es geht darum, sich selbst genauso anzunehmen, wie man ist. Ob dick oder dünn, groß oder klein, jung oder alt. Ohne sich zu kategorisieren, sich zu vergleichen oder sich zu verstecken!

 

 

Namasté.


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Kommentare: 2
  • #1

    Anja (Freitag, 04 Mai 2018 08:30)

    Hallo Lisa,
    finde den Artikel richtig gut.
    Ich hoffe ich bin keine Ausnahme,denn ich finde,dass eine Mutter nach der Geburt keineswegs wieder so aussehen muss wie vor der Geburt.Schließlich hat der Körper einiges mitgemacht und meiner Meinung nach eine Höchstleistung erbracht. Weshalb sollte man dann nicht mit Stolz zeigen können,dass man Mama ist und sich der körper verändert hat? Ich denke,dass der Gedanke, nach der Geburt schnell wieder abnehmen zu müssen,uns von den Medien so vermittelt wird.Wenn du dich jetzt mit den 5kg wohl fühlst,wieso dann was ändern? Nur weil es von i-wem erwartet wird? Ich werde weiterhin zu yoga im park kommen,denn es ist doch wichtig,dass die yogalehrerin/der yogalehrer es schafft,dass man im hier und jetzt ist ud das ist definitiv bei dir

  • #2

    Lisa (Freitag, 04 Mai 2018 18:15)

    Liebe Anja, ganz herzlichen Dank für Deine lieben Worte! Dein Feedback bedeutet mir viel und ich hoffe wirklich, dass Du mit dieser tollen Einstellung keine Ausnahme bist - auch über die Yogawelt hinaus... Ich freue mich, dass wir uns dann bald wieder im Park sehen! :)