Mini-Auszeiten im (Baby-) Alltag

Wenn ein Baby in Dein Leben „platzt“, ist nichts mehr, wie es früher war. Ein Baby bringt jede Menge Freude, Aufregung, Chaos, und ja - auch Stress ins Leben. Man ist immer in Hab-Acht-Stellung -Always On Modus -, sogar im Schlaf! Und ständig kommt alles anders, als ich es noch vor einer Stunde geplant hatte. Wenn ich eins gelernt habe: Pläne dürfen nicht mehr zu ernst genommen werden ;). Und spontan zu reagieren und Pläne umzuschmeißen ist ein MUSS, um gelassen und ruhig zu bleiben! 

Entspannung? Keine Chance - Der Kopf lässt nicht los!

Während die letzten Wochen meiner Schwangerschaft rückblickend eine komplette Auszeit voller entspannter Spaziergänge, Café-Treffen und Yogastunden war, hat sich meine „Me-Time“ mit der Geburt auf ein paar Minuten am Tag reduziert. Doch was passierte in den ersten Tagen, wenn das Baby plötzlich schlief, ich weder hungrig noch müde war, nicht mehr auf Toilette musste und die Waschmaschine lief?  Ich war überfordert mit der freien Zeit und fand keinen Weg die Affen in meinem Kopf zum Schweigen zu bringen. Zu sehr hing ich im Baby-Modus fest, immer bereit zu springen, wenn Frida etwas brauchte. 

Tipps aus der Yoga-Kiste für Auszeiten im Baby-Alltag

Doch über die Zeit habe ich ein paar Methoden aus der Yoga-Kiste gefunden, die mir im Baby-Alltag helfen, wieder Zugang zur Stille in mir zu finden. Einige davon möchte ich hier mit Dir teilen. Natürlich kannst Du sie ebenso ausprobieren, wenn Du kein Baby hast ;)! Such' Dir Deine passende Auszeit aus, je nachdem, wie viel Zeit Du gerade hast...

# 1 - 10 Min.: Just Coffee & Me

Wir sind gerade aufgestanden und das Baby spielt mal alleine vergnügt auf ihrer Krabbel-Decke (das geht nie lange gut ;)), während eine lange To-Do-Liste für den Tag auf mich wartet. In diesen Momenten zelebriere ich ganz bewusst meine Kaffee-Auszeit, ganz ohne Smartphone oder sonstige Störfaktoren. Ohnehin genieße ich solche kleinen Genussmomente extrem, in denen ich nichts anderes tue und mit allen Sinnen genau in diesem Moment bin. Natürlich funktioniert diese Mini-Auszeit auch perfekt mit Erdbeeren oder allem, wonach Dir in diesem Moment ist :)! 

# 2 - 15 Min.: Stille beim Stillen genießen

Als ich schwanger war, habe ich irgendwo gelesen, dass man mit Baby nicht mehr zum meditieren kommt - es sei denn, man nutzt die Pausen beim Stillen (oder Flasche geben), um bewusst mal die Augen zu schließen und einfach „nur“ zu atmen. Damals dachte ich – cool, das werde ich mal versuchen! Wenn ich alleine mit Frida bin, nutze ich diese „Zwangs-Auszeiten“ super gerne zum Abschalten und Meditieren, und mein Baby genießt meine innere Ruhe dabei genauso. 

# 3 - 30 Min.: Tiefenentspannung gegen Schlafmangel

Wenn Frida mittags eingeschlafen ist und mich selbst die Müdigkeit nach einer kurzen Nacht überkommt, lege ich mich aufs Sofa und mache Yoga Nidra. „Nidra“ bedeutet in Sanskrit Tiefschlaf und lässt schon erahnen, dass es dabei um keine aktive Form von Yoga geht. Bei einer geführten Meditation gleitet man in eine Art Traumzustand, indem der Fokus gezielt nacheinander auf die einzelnen Körper-Regionen gelenkt wird. Es gibt dazu verschiedene Übungen zwischen 15 und 45 Min, die mich unglaublich entspannen. Danach fühle ich mich, als hätte ich 2 Stunden tief geschlafen. Und das beste ist: Auch Frida lässt die ruhige Stimme tiefer schlafen…! Ich übe am liebsten mit dieser App, die verschiedene Übungen beinhaltet und auch offline funktioniert (ca. 4 Euro; keine Werbung!). 

# 4 - 45 Min:  Yogagirl-Podcast in den Weinbergen 

Unser Baby schläft an manchen Tagen nur ein, wenn ich mit ihr in der Babytrage spazieren gehe. Zum Glück habe ich die Weinberge vor der Tür, sodass ich frische Luft in der Natur tanken und gleichzeitig was für die Rückbildung tun kann. Um die Zeit etwas spannender zu gestalten, höre ich dabei gerne Podcasts – zum Informieren (waaas, Du hast von xyz noch gar nicht gehört?! Kommt Euch bekannt vor? ;)) die Tagesschau, zum Inspirieren Yoga-Podcasts. Mein absoluter Favorit ist der Podcast der Schwedin Rachel Brathen, weltweit bekannt als “Yogagirl”, die auch junge Mama ist. In ihren „Conversations from the heart“ plaudert sie völlig offen, ehrlich und authentisch über ihr Leben mit Baby, Mann und Hund zwischen Aruba, den USA und Europa und lässt ihre Hörer teilhaben an ihrer verrückten Welt. Ihre Stimme, ihre Art zu erzählen und ihre Geschichten über yogische Themen und ihren unperfekten Alltag bringen mich immer auf den Boden zurück. Und danach fühle ich mich erfrischt und viiiel gelassener!  

Ich hoffe, dass Dir der eine oder andere Tipp dabei hilft, gelassener im Baby-Alltag zu werden. Auch freue ich mich zu hören, welche anderen Auszeiten Dir helfen Ruhe zu finden :)! 

Namasté.


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