SUP Yoga – Bewegte Meditation auf dem Wasser

SUP Yoga begegnete mir zum ersten Mal vor einigen Jahren auf Instagram. Vor paradiesischer Karibik-Kulisse turnte das Schwedische „Yogagirl“ scheinbar schwerlos auf ihrem Stand Up Paddle Board herum, und erweckte eine tiefe Sehnsucht nach Urlaub & Abenteuer in mir. Doch erst 2 Jahre später machte ich meine ersten eigenen Versuche beim SUP Yoga – im heimischen Mainz :)…

Aus "einfach mal ausprobieren" wurde eine innige Liebesbeziehung

Einfach mal ausprobieren, das war mein Plan, als ich mich das erste Mal aufs SUP Board am Winterhafen wagte. Denn ich bin von Grund auf neugierig und liebe die Herausforderung! Ohne Lehrer oder Anleitung, und ohne zu ahnen, welch Feuer SUP Yoga in mir entfachen sollte, begann ich mit einigen einfachen Yoga Flows. Die Balance auf einem instabilen Untergrund zu halten, hatte ich viele Jahre beim Kunstradfahren verinnerlicht. Doch die Einflüsse des Elementes Wasser waren eine ganz andere Herausforderung, stellte ich schnell fest. Und mit jeder weiteren Stunde auf dem Wasser merkte ich immer mehr, worin sich SUP Yoga vom Yoga auf der Matte unterscheidet – und sogar noch schöner macht, wie ich finde…! 

WAS SUP Yoga vom Yoga auf der Matte unterscheidet...

1. Aktives Naturerlebnis 

Auf dem Board unter freiem Himmel, das Schaukeln des Wassers unter Dir, fühlst Du Dich innerhalb von wenigen Augenblicken frei und unglaublich ruhig. Dein Geist wird klar, und der leichte Wind vertreibt auch noch die allerletzten umherirrenden Gedanken. Das Element Wasser, das immer im Fluss ist und sich allen Gegebenheiten anpasst, hat dabei eine ganz zentrale Bedeutung. SUP Yoga ist für mich eines der intensivsten Aktiv-Erlebnisse unter freiem Himmel. Wenn dann noch ein Fisch neben der aus dem Wasser springt, und die Vögel über Dir Kreisen, wird der Moment perfekt. 

2. Keine Ablenkung, 100% Fokus 

Beim Yoga auf dem Wasser erfordert jede einzelne Bewegung ganz viel Fokus, um nicht aus dem Gleichgewicht zu geraten. Sogar Asanas, bei denen Du auf der Matte noch Deine Einkaufsliste für den nächsten Supermarkt-Besuch im Kopf durchgehen könntest, musst Du auf dem Board 100% konzentriert sein, um die Balance zu wahren. Und so fällt es viel leichter, Deinen Körper beim SUP Yoga zu spüren, bei Dir selbst anzukommen und ganz im Hier und Jetzt zu sein. 

3. Achtsame Übergänge 

Der Weg ist das Ziel. Ganz besonders beim Yoga, wo die Übergänge (Transitions) von einer zur nächsten Asana mindestens so wichtig sind wie die statische Haltung, in die Du Dich begibst. Und damit Du nicht das Gleichgewicht verlierst auf Deinem SUP Board, musst Du Dich dabei noch viel bewusster & vorsichtiger in den Flows bewegen als auf der Matte, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Atem-synchrone Bewegungen sind ja beim Yoga das A&O. Also folgen aus langsameren Bewegungen auch eine langsamere Atmung und mehr innere Ruhe! 

4. Core, Core, Core

Stabilität in Deiner Körpermitte ist das zentrale Element beim SUP Yoga. Im Yoga „Bandhas“ genannt, aktivierst Du konstant Deinen Beckenboden („Mula Bandha“) und Deine tiefliegende Bauchmuskulatur („Uddiyana Bandha“ – Transversus-Muskel), um Dich sicher auf dem Board zu bewegen. Das erzeugt Hitze im ganzen Körper und bringt die Energie ins Fließen, sodass Du Dich während der Yogapraxis auf dem Wasser unglaublich lebendig fühlst! Übrigens wirst Du besonders als fortgeschrittener Yogi vom SUP-Yoga profitieren, weil Du dabei spürst, welche Muskelkontraktionen für eine saubere Ausführung der Haltung tatsächlich nötig sind, um nicht ins Wasser zu fallen. 

5. Eins-Werden mit dem Wasser

Sobald Du darauf vertraust, dass Dich Dein Board in jeder Haltung trägt, lernst Du, Dich der Bewegung des Wassers hinzugeben. Anstatt gegen die kleinen Wellen zu arbeiten, „fließt“ Du irgendwann mit dem Wasser. Besonders schön wird dieses Gefühl in ruhigen Meditationen im Stehen oder Sitzen auf deinem Board, während Du nichts weiter tust, als das Wasser unter Dir zu spüren, und Eins mit dem Wasser zu werden. Soooo wunderschön! 

6. Nicht zu ernst bei der Sache sein

Dass man beim SUP Yoga mal ins Wasser fällt, gehört einfach dazu. Das Wichtigste dabei ist: Bloß nicht verbissen oder zu ernst bei der Sache sein, sondern ganz viel Spaß haben und mit einer großen Portion Leichtigkeit üben! :) Anstatt Angst vorm Sturz ins kühle Nass zu haben, lernt man beim SUP Yoga, alles einfach so anzunehmen, wie es gerade kommt. Selbst wenn Frisur / Make-Up danach ruiniert sind ;). 

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