Warum ich Yoga auf offener Beitragsbasis anbiete

Seitdem ich Yoga unterrichte, biete ich Yogakurse auf freiwilliger Beitragsbasis an. Jeder legt also den Wert meines Angebots für sich selbst fest. Anfangs habe ich sehr häufig zynische, fast schon bissige Kommentare zu hören bekommen wie „da kommen doch eh nur die Freibiernasen“ etc.  Pffff....Welch ein Quatsch! Und doch haben solche Aussagen meine tief sitzenden Selbstzweifel genährt, nicht viel wert zu sein. Entsprechend hatte ich, als ich mit diesem Konzept begann, Angst vor der Erkenntnis, dass den Menschen, die kommen, mein Yogakurs nichts wert sein könnte. 

 

Heute bin ich stolz darauf, an meinem offenen Konzept festgehalten zu haben, und so viele MainzerInnen für Yoga begeistert zu haben! 

Eine Herzensangelegenheit 

Der Grund, weshalb ich mich für dieses offene Beitragsmodell entschieden habe, war, dass ich wirklich ALLEN Menschen Zugang zu Yoga zu ermöglichen. Ganz egal, wie viel Geld der oder diejenige zur Verfügung hat. Denn ich bin der Überzeugung, dass Yoga kein Luxusgut sein darf, weil es einen viel zu hohen persönlichen gesellschaftlichen Wert hat! 

 

Versteht mich bitte nicht falsch: Jedes Yoga-Angebot hat seine Berechtigung, und so ist es für mich auch vollkommen in Ordnung, dass manche Yogastudios 20 Euro für ein Einheit verlangen. 

Vertrauen als Basis

 

Die Verantwortung für das, was man gibt, hat letzten Endes jede/r einzelne Yogi/ni, der/die zu meinen Kursen kommt. Da wir es gewöhnt sind, den Wert einer Sache vorgegeben zu bekommen, und nicht selbst zu bestimmen, mag es fast schon etwas unbequem sein, eine Entscheidung über den Wert treffen zu müssen. Aber Vertrauen und Liebe lässt das Konzept zum Leben erwachen! 

 

Vor 3 Jahren habe ich oft noch beim Zahlen Verunsicherung bei den Teilnehmern gespürt. "Ist das, was ich gerade gebe, „angemessen“, oder doch zu wenig"? Es macht mich glücklich, dass ich heute fast nur noch dankbare und frohe Gesichter sehe, die mir ein offenes Lächeln schenken, und mir ein ehrliches „Dankeschön“ schenken. 

Was mich am glücklichsten macht? Familien mit Kindern

 

 Bei meinen offenen Kursen im Park kommen auf diese Weise unterschiedlichste Menschen zusammen: Gruppen von SchülerInnen, Familien mit Kindern, Einwanderer, Senioren… Ich freue mich über jeden einzelnen, der sich für Yoga offen zeigt. Aber ganz besonders glücklich und dankbar macht es mich, Kinder zu sehen, die vielleicht das erste Mal Yoga machen und offensichtlich Spaß dabei haben. Denn Yoga macht die Welt friedlicher und liebevoller. Davon bin ich überzeugt. 

 

Namasté. 

Foto: www.Parallel-dream.de
Foto: www.Parallel-dream.de

Du möchtest keine Neuigkeiten verpassen? Dann abonniere hier meinen Newsletter!

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Simon (Dienstag, 28 Mai 2019 22:24)

    eine wunderbare Einstellung hast du. Andere glücklich zu machen ist erfüllender als mancher ahnen mag, aber ich wünsche dir auch wirtschaftlichen Erfolg, Jemand, der so viel an die Gesellschaft gibt, hat diesen schließlich mehr als verdient und ganz sicher mehr als jeder Steuerschlupflochfuchs, der die geerbten Millionen zu Milliarden machen will.