Meine Buch-Inspiration für den Herbst

Laura Malina Seiler - Mögest Du glücklich sein

Da mich mein Bauchzwerg in den letzten Wochen häufig auf dem Sofa hielt, habe ich endlich mal wieder Zeit zum Lesen gehabt :). Ein Buch hat es mir so angetan, dass ich Euch unbedingt davon erzählen möchte: „Mögest Du glücklich sein“ von Laura Malina Seiler

 

Bei Facebook bin ich zum ersten Mal über Laura gestolpert. „Mindful Empowerment“ - so der Name ihrer Seite – klang für mich erstmal seeeehr spirituell und machte mich skeptisch. Ich zähle mich auch eher zu den rationalen Menschen, die wenig glauben, wenn es nicht wissenschaftlich fundiert ist ;). Gleichzeitig jedoch war ich neugierig zu erfahren, durch was sie so viele junge Frauen (und auch viele meiner Freunde) von sich überzeugt hat. Da muss ja irgendwas dran sein, dachte ich mir…. 

 

Schnell hatte ich auch ihren Podcast „Happy, Holy & Confident“ (#1 iTunes Podcast!) gefunden, durch den mich die Berlinerin mit ihrer lebensbejahend-lustig-lockeren Art in ihren Bann gezogen hat. Egal, ob beim Autofahren, Spazieren gehen oder Faulenzen, ihre Themen bringen mich immer zum Nachdenken, und schenken mir Motivation was Neues zu versuchen und an mich zu glauben. 

 

Seit ein paar Tagen gibt es nun ihr erstes Buch zu kaufen: Der Titel „Mögest du glücklich sein“ klingt, um ehrlich zu sein, wie einer dieser unzähligen Selbsthilfe-Bücher, die meist auf den Krabbeltischen zu finden sind. Und dennoch habe ich es gekauft und konnte es schon nach ein paar Seiten nicht mehr aus der Hand legen. Denn sie schafft es auf eine sehr persönliche Weise, unterstützt durch viele Erzählungen aus ihrer Vergangenheit, dass auch "nicht-spirituellen" Menschen Zugang zu diesem Thema finden. 

 

Am Puls der Zeit, feinfühlig, tiefgründig und immer mit einer Portion Witz adressiert sie in ihrem neuen Buch Themen, mit der sich viele junge Frauen (und sicherlich auch ein paar Männer) Mitte 20 immer mehr beschäftigen. Zentrale Fragen dabei sind: Was hält mich davon ab, mein volles Potential zu entfalten? Wo habe ich emotionale Blockaden und wie kann ich sie lösen? Und wie kann ich tiefsitzende Ängste überwinden, um endlich meine Träume zu verwirklichen und Frieden mit meiner Vergangenheit zu schließen? 

 

Besonders schön finde ich an ihrem Buch, dass jedes Kapitel mit praktischen (Meditations-) Übungen abschließt, um das Gelernte gleich selbst auszuprobieren und in die Tat umzusetzen. 

 

Mein Fazit: Ein absolut lesenswertes Buch für den Herbst, für das man sich aber ausreichend Zeit und Ruhe nehmen sollte, um es richtig wirken zu lassen!

 

P.s.: Übrigens hat Laura Seiler es tatsächlich auf die Amazon-Bestseller-Liste geschafft, noch bevor das Buch ausgeliefert wurde…. 

Tipps, wie es mit Deiner Home-Yogapraxis diesen Winter klappt

Die Tage werden kürzer, es ist wieder einer dieser windig-nass-kalten Herbsttage und Du freust Dich schon auf Dein gemütliches Sofa nach Feierabend? Falls Dein innerer Schweinehund zu stark ist, lässt Du deinen geplanten Stopp im Yoga- oder Fitness-Studios dann doch schon mal ausfallen, um ohne Umwege nach Hause zu fahren… 

 

Mir fällt es an solch Tagen jedenfalls echt schwer für Yoga nochmal das Haus zu verlassen. Um dennoch jeden Tag auf die Matte zu kommen, habe ich mir zu Hause meine kleine Yoga-Oase eingerichtet, in der ich mich komplett ruhig und geborgen fühle. Manchmal sind es nur ein paar Minuten nach dem Aufwachen, an anderen Tagen spüre ich plötzlich jede Menge Energie, wenn ich erstmal angefangen habe. 

 

Deshalb gibt’s heute ein paar Tipps von mir, wie Du Dir Deinen perfekten Yoga-Platz zu Hause einrichtest…

Monkey Yoga
Mein Yogaplatz zu Hause

1. Die Yogamatte

Die richtige Yogamatte ist das A und O für Deine Praxis. Rutschfest und weich genug sollte sie sein. Die Farbe finde ich persönlich nicht unwichtig, denn sie kann Deine Stimmung direkt beeinflussen. Deshalb habe ich mittlerweile ein paar verschiedene. Reisematten sind für Deine tägliche Praxis nicht zu empfehlen, da sie zu hart sind. 

 

Eine Decke wäre außerdem noch von Vorteil, die Du zum Zudecken in der Entspannungsphase, oder auch als Hilfestellung in verschiedenen Asanas nutzen kannst. Mehr Tipps findest Du auf meinem Blog-Beitrag zu Yogamatten

2. Die Grundvoraussetzungen

  • Ruhe – Ist die allerwichtigste Voraussetzung! Also am besten Tür schließen (Deinem Partner / Mitbewohner Bescheid geben, dass Du Yoga machst), Handy / Fernseher / PC ausmachen, Fenster schließen, um alle Lärmquellen auszuschalten.
  • Ein Ort, an dem Du dich wohl fühlst – Suche Dir einen festen Platz in Deiner Wohnung, den Du gerne magst. Er sollte eine positive Energie ausstrahlen und frei von Störfaktoren wie Kabeln, Fernseher etc. sein. Vielleicht musst Du dazu ein wenig aufräumen, Sofa verrücken, Platz schaffen. Wenn Du an diesem Ort regelmäßig übst, wirst Du merken, dass er mit der Zeit eine ganz besondere Energie bekommt…
  • Ausreichend Platz – Damit Du wirklich entspannt Yoga machen kannst, brauchst Du so viel Platz am Boden, dass Du Deine Arme von der Matte aus in alle Richtungen ausstrecken kannst. am besten so, dass Du Deine Matte nicht jedes Mal neu ausrollen muss. Denn nur der Anblick alleine reicht oft schon aus, Dich an Deine Praxis zu erinnern! Falls der Platz nicht reicht, lass die Matte zusammengerollt und sichtbar stehen, sodass Dein Blick beim Vorbeilaufen darauf fällt. 

3. Stimmung schaffen

Um den Sprung zwischen „Alltag“ und „innerem Rückzug“ noch leichter zu machen, gebe ich Dir ein paar Tipps, wie Du die richtige Stimmung kreieren kannst. Denn mit der richtigen Lichtstimmung, Musik oder dem passenden Duft wird es Deinem Gehirn leichter gemacht, in den „Entspannungsmodus“ zu schalten. In der Badewanne freust Du dich ja auch über Kerzenschein und Badeöl, oder? 

  • Kerzen / sanftes Licht: Warmes und sanftes Licht, am besten von Kerzen, schafft direkt eine gemütliche und heimelige Atmosphäre. Vermeide am besten direktes Deckenlicht, und verwende nur indirekte Lichtquellen. 
  • Musik: Am besten ist dabei eine Playliste, sodass Du nicht während Deiner Praxis DJane spielen musst. ;) Wenn Du bei Spotify oder Soundcloud bist, findest Du viele Yoga-Playlisten, die Dir vielleicht gefallen. Hier findest Du meine Soundcloud-Playliste für den Herbst. Du kannst Dir natürlich auch eine eigene Playliste zusammenstellen – mir selbst gefallen ruhige Piano-Songs gut, aber auch sphärische Klänge oder auch etwas melodischere Songs, je nach Stimmung. Hauptsache nicht zu viel Bass und zu viel harte Übergänge, die Dich ablenken…
  • Duftöl: Mir hilft der passende Duft extrem dabei, meinen Geist klarer werden zu lassen. Wenn ich mich energielos fühle, mag ich z.B. Zitrus-Mischungen sehr gerne. Ich achte darauf, dass es 100% natürliche ätherische Öle sind. Primavera hat eine ganze Reihe von tollen Düften passend zur Yogapraxis.

Mit der Zeit findest Du für Dich sicherlich heraus, was du für die richtige Stimmung brauchst...

4. Yoga zur Gewohnheit werden lassen

Plane Dir am besten eine feste Zeit für Yoga ein. Wir planen ja auch Zeit für Arzttermine, Sportkurse, Kaffeedates mit Freundinnen oder das Einkaufen… Wieso also nicht auch für die Yogapraxis zu Hause? Am besten übst Du immer zur gleichen Zeit, um Deine Praxis fest in Deinen Alltag zu integrieren. Dabei müssen es ja nicht gleich 45 Minuten sein. Vielleicht hilft es mit 15 Minuten zu starten? Möglich wäre es für frühe Vögel direkt nach dem Aufstehen oder aber lieber, wenn Du nach Feierabend nach Hause kommst? 

5. Sei nicht so hart mit Dir

Du hast Dir vorgenommen jeden Morgen um 6.30 Uhr Yoga zu machen? Und hast es in 7 Tagen nur einmal geschafft? Super, Du hast angefangen! :) Sei nicht so hart mit Dir, und freu Dich über Deine kleinen Schritte. Gewohnheiten entwickeln sich langsam, und entstehen nicht über Nacht. Das wichtigste ist, dass Du die Freude an Deiner Praxis behältst und Dich nicht entmutigen lässt, wenn Du mal einen schlechten Tag (oder ein paar) ohne Motivation hattest… 

Meine Yoga-Playlist für den Herbst

Monkey Yoga, Lisa Kauff
Foto Credit: www.parallel-dream.de

In den letzten Wochen habe ich meine tägliche Yoga-Praxis mehr denn je gebraucht. Mein Körper verändert sich jeden Tag ein wenig, der Bauch wächst und meine Stimmung schlägt durch die Hormone ständig um… Von Himmelhoch-jauchzend bis spontan tief traurig oder verunsichert – ist alles dabei! 

 

Passend dazu zeigt sich vor dem Fenster ein Bild der Transformation – der Sommer hat sich verabschiedet, und der Herbst bringt seine ganze Farbpalette zum Vorschein, noch wärmende Sonnenstrahlen und ein gelb-goldenes Licht machen die Tage zu etwas ganz besonderem. 

 

Um mich auf all diese Veränderungen einzustimmen und mich in meinen Körper einzufühlen, liebe ich meine tägliche Zeit auf meiner Matte zu Hause und könnte gar nicht mehr darauf verzichten. 

 

Für solche Momente habe ich meine „Hello Autumn Yoga Playlist“ auf Spotify erstellt - ruhig, voller Gefühle und perfekt, um das "Außen" mal komplett abzuschalten: 

Jeder Song strahlt für mich Ruhe und Harmonie aus, und ist nicht nur die perfekte Hintergrundmusik für entspannte Yoga-Einheiten, sondern auch für entspannte Stunden zu Hause, bei einem guten Buch oder in der Badewanne....

Ich freue mich schon auf Euer Feedback! :)

 

Bald möchte ich einen kleinen Blog-Beitrag über alles rund um Eure kleine Yoga-Oase zu Hause mit Euch teilen. Was braucht es, um einen Platz in Deiner Wohnung einzurichten, der Deine eigene tägliche Praxis zu einem festen Bestandteil in Deinem Alltag werden lässt….

 

Alles Liebe

 

GENERATION Y: WARUM YOGA SO BELIEBT IST

„....Yoga liegt doch nur gerade total im Trend, das ebbt bestimmt bald wieder ab…“ 

Diese und ähnliche Aussagen habe ich in den letzten Wochen häufig gehört, wenn ich versucht habe zu verstehen, weshalb Yogakurse auf so viel Resonanz stoßen. Da ich kein Freund von unbegründeten Argumenten bin, habe ich beschlossen, dieser These auf den Grund zu gehen....

Monkey Yoga
Foto: Parallel Dream (www.parallel-dream.de)

Achtung, dieser Artikel ist polarisierend geschrieben und trifft sicher nicht auf JederMann und -Frau zu ;)!

Was kennzeichnet die Generation Y?

Meine "Zielgruppe" – Facebook-Statistik sei Dank – sind größtenteils Frauen bis 35 Jahren, gehören also der  Generation Y (Jahrgänge 1982 bis 1996) an, zu der ich ja selbst gehöre…

 

Ich habe mich gefragt, ob man die Werte, Einstellungen und Ziele unserer Generation übereinander legen kann mit dem, was Menschen in Yoga suchen, um zu verstehen, wieso Yoga sich so großer Beliebtheit erfreut! 

„Die Generation Y vereint mit Leichtigkeit Dinge, die früheren Generationen unvereinbar erschienen: Freiheit und Bindung, Spaß und Verantwortung, Convenience und Sinn, chillen und Zeitstress, Öffentlichkeit und Schutz von Privatsphäre.“ GfK

Permanente Teilaufmerksamkeit

Facebook, Instagram, Twitter & Co – Alle paar Minuten gibt es neue Posts und Feeds, die uns ständig auf dem Laufenden halten, egal wie irrelevant die Ereignisse für uns sein mögen. Wir arbeiten, lernen oder treffen Freunde und sind gleichzeitig mit einem Teil unserer Aufmerksamkeit im Netz unterwegs - aus Sorge etwas zu verpassen, oder weil wir verlernt haben, einer Sache unsere ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken… 

Wenig Bindung, viele Möglichkeiten

Möglichst unabhängig sein, sich (erstmal) alles offen halten, Die Angst etwas zu verpassen – Die Möglichkeit aus zig Optionen wählen zu können ist für uns eine Selbstverständlichkeit, egal ob bei der Wahl des Studienfachs, der neuen Jacke, eines Autos oder der Freizeitgestaltung. Auch in Sachen Partnerwahl wird diese Einstellung schnell zur Hürde: Gerne wird in den Medien auch mal von der „Generation Beziehungsunfähig“ gesprochen (was mir persönlich nicht gefällt, da hier die „Fähigkeit“ mit der „Bereitschaft“ verwechselt wird). Ist bei dieser Fülle an Möglichkeiten Unzufriedenheit nicht vorprogrammiert? 

Erlebnisse zählen mehr als materielle Dinge 

Für die Generation unserer Eltern bestand der Sinn des Lebens überwiegend aus der Familiengründung und dem "Häusle-Bauen". Drei Urlaube im Jahr, ein sicherer Job – was wollte man mehr? Unsere Generation ist hingegen mit Wohlstand groß geworden. Finanzielle Unsicherheit haben wir vielleicht mal im Studium erlebt, aber notfalls fand sich immer irgendwo ein Job oder die Eltern halfen aus. Viel wichtiger sind uns Erlebnisse und neue Erfahrungen zu sammeln, die wir auch gerne auf Facebook, Instagram & Co teilen – ob als Mittel zur Selbstinszenierung oder zur Inspiration von Freunden. 

Wie passen Yoga & die Suche der Generation zusammen?

Ende 20, Anfang 30, das Studium liegt schon ein paar Jahre zurück, man hat seinen ersten oder zweiten Job, und ist ein wenig desillusioniert, was die Erfüllung im Arbeitsleben betrifft. Das eigene Liebesleben entspricht vielleicht auch nicht ganz den eigenen  Erwartungen und man hat keine so rechte Vorstellung davon, wie das eigene Leben in den nächsten Jahren und Jahrzehnten aussehen soll…

Wieso ist Yoga nun für viele "Generation Y-ler" so interessant? 

Zeit für sich selbst  & 100% Aufmerksamkeit

Einen Yogakurs zu besuchen bedeutet, sich eine Auszeit zu nehmen. Rückzug aus dem hektischen Alltag, das eigene Tempo drosseln und Ruhe zulassen. Völliger Fokus auf Atmung und achtsame Bewegung ist eine Art von Rückbesinnung, ein Ankommen im Hier und Jetzt. Alles was zählt, bist im Yogakurs DU selbst. Diese bewusste Auszeit für sich selbst erscheint uns heute schon fast luxuriös, manch einem sogar als Zeitverschwendung. Letzten Endes ist es aber das wertvollste Geschenk, das wir uns selbst machen können, finde ich! 

Auf der Suche nach dem höheren Sinn 

Die Welt ist heute unglaublich schnelllebig und scheinbar ein riesiger Krisenherd. Religionen dienen heute nicht mehr als Anker oder Werte-Basis der Gesellschaft. Vielmehr sucht jeder nach irgendeiner Orientierung, nach einer emotionalen Verbindung zu sich selbst oder sogar nach einem "höheren Sinn" im Leben. Yoga vermittelt weitaus mehr als nur die reine Bewegungslehre. Viele Lehrer bringen Denkansätze oder Inspiration zum Nachdenken in ihre Kurse, sodass man dazu eingeladen wird, über seine eigenen Werte und Vorstellung zu reflektieren.

Gemeinschaft & Zugehörigkeit 

Soziale Zugehörigkeit & Gemeinschaft sind unserer Generation wichtiger als vielen älteren Menschen. Diese Gemeinschaft wird mehr durch Interessensgruppen gebildet als durch gesellschaftliche Schichten. Yogakurse bringen Menschen unterschiedlichster Herkunft aus allen Altersgruppen zusammen und verbinden sie durch ein besonderes Erlebnis, durch eine andere Art von Erfahrung. Diese Suche nach besonderen sozialen Events finden Yoga-Fans natürlich besonders bei Yoga-Formen wie Aerial Yoga (im Tuch), SUP Yoga oder Kombinationen aus Yoga & Surfen, Yoga & Wandern etc. 

Mehr Zufriedenheit

Dieses Gefühl: 5 Minuten im Savasana – im Einklang mit sich selbst sein und sich wie in Zuckerwatte verpackt fühlen. In diesem Moment braucht man nichts weiter – herrlich! Eine der wichtigsten Erkenntnis auf dem Weg seine tiefe Unzufriedenheit zu überwinden ist es, seine eigenen Erwartungen an sich selbst und anderen Menschen gegenüber zurückzuschrauben. Stabilität und Leichtigkeit / Flexibilität in Körper und Geist sind dazu das Fundament, die YogalehrerInnen den Schülern vermitteln können.


Über Deine Gedanken zu diesen Überlegungen würde ich mich freuen - einfach einen Kommentar hinterlassen! :)

Monkey Yoga
Foto: Parallel Dream (www.parallel-dream.de)
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Meine Ausbildung zur Yoga  Personal Trainerin...

Dieses Wochenende war ich für den Start meiner 300h+-Yogalehrer-Ausbildung im Unit Yoga in Hamburg. Thema des Ausbilungsblocks war das „Yoga Personal Training“ – also Yoga 1-1…

Ich war super neugierig auf das Wochenende, weil ich nicht so genau wusste, was mich erwarten würde. Dabei umfasst Personal Training nicht nur körperliche Übungen (Asanas), sondern auch Atemtechniken und Meditation, falls die Methoden dem Schüler helfen. 

Warum ich nochmal 300h Yoga-Ausbildung mache

Vorweg möchte ich Euch erzählen, warum ich nun nochmal eine 1-jährige Yogalehrer-Ausbildung auf meine 200h aufsatteln möchte – trotz meiner Zeitknappheit und einer ordentlichen Summe Ausbildungskosten…: 

1. Entwicklung

Wenn mich meine TeilnehmerInnen nach dem Kurs völlig entspannt und glücklich anschauen, könnte ich mir kaum eine schönere Beschäftigung vorstellen! Yoga zu unterrichten gibt mir wahnsinnig viel Energie. Da ich den Anspruch habe, jeden Tag ein wenig besser zu werden, möchte ich mein Wissen unbedingt noch weiter ausbauen. 


2. krankenkassen-zulassung

Nach Abschluss der 500h sowie einer nachgewiesenen Anzahl an Kursen kann man bei Krankenkassen die Zulassung für bezuschusste Kurse beantragen. Das heißt, dass Schüler bis zu 80% der Kosten von ihren Krankenkassen rückerstattet bekommen. 


3. Yogalehrer ausbilden

1.      Mein Traum ist es irgendwann selbst Yogalehrer nach meinen „Standards“ ausbilden zu können. Die Grundvoraussetzung dazu ist eben genau diese volle 500h Ausbildung... 


Was ich in der Yoga Personal Trainer Ausbildung gelernt habe

Geleitet wurde das Wochenende von Holger Zapf, dem Inhaber des Unit Yoga, und ein wundervoller, humorvoller und energiegeladener Referent, der Langeweile niemals aufkommen lässt. Außerdem kann ihm besonders im Bereich der Anatomie kaum jemand etwas vormachen und erklärt Zusammenhänge so spielend, dass man sie auch Jahre später noch parat hat! 

Hier meine wichtigsten Erkenntnisse kurz und knapp zusammengefasst :): 

1. ZIELDEFINITION

Kläre unbedingt am Anfang das Ziel / die Motivation Deines Schülers. Es mag unterschiedlichste Beweggründe, wieso sich Menschen für eine 1-1 Betreuung beim Yoga entscheiden. Auf jeden Fall ist es absolut wichtig, diese kennen zu lernen, bevor Du Dir ein Konzept für Deinen Schüler überlegst. 

2. Anamnese

Mache vor der ersten Praxisstunde eine ausführliche Anamnese während eines Gesprächs mit Deinem Schüler. Dabei deckt man nicht nur die körperliche, sondern auch die mentale Ebene ab. Wo hat er / sie körperliche Einschränkungen oder Vorbelastungen, Stärken und Schwachstellen, welchen Job hat er /sie, wie viel Stress beeinflusst den Menschen etc. sind elementare Fragen, um Deinen Schüler kennen zu lernen.

3. Atmosphäre schaffen

Wenn Du ins Yogastudio gehst, spürst Du direkt beim Betreten die positive Stimmung und fühlst Dich meist direkt extrem wohl. Schaffe solch eine schöne Stimmung voller positiver Energie in dem Raum, in dem das PT stattfinden soll - auch wenn Du im Haus Deines Schülers unterrichtest. Dass es viel mehr Möglichkeiten gibt, als nur Musik und Duftkerzen, hat mich sehr fasziniert! 

4. Körperkontakt halten

Man sollte während der Stunde nie den Körperkontakt zum Schüler verlieren und ihm so Deine 100%ige Aufmerksamkeit schenken.  Dieser Punkt hat mich anfangs überrascht, aber ist wohl der allerwichtigste Punkt, den ich gelernt habe. Als Yogalehrer versucht man in Gruppenkursen jeden Schüler mal zu „korrigieren“, also durch aktiven Körperkontakt in der Bewegung auszurichten. 1-1 ist es aber fast wie bei einer Massage, wo die Masseurin auch immer eine Hand an Deinem Körper behält. So fühlt sich Dein Schüler sicherer, besser geleitet und erschrickt nicht jedes Mal, wenn Du ihn wieder berührst… 

5. Individualität

Jeder Mensch ist einzigartig und hat andere Bedürfnisse. Yoga ist auch deshalb so toll, weil man mit den richtig gewählten Übungen und Tools exakt auf die persönlichen Stärken und Schwächen jedes einzelnen Menschen eingehen kann, sei es auf mentaler oder körperlicher Ebene. 

FAZIT: Alles in allem war das Wochenende für mich absolut bereichernd und hat die perfekte Mischung aus Theorie und Anwendung am „lebenden Objekt“ geboten :). Vielen Dank nochmal an Holger und das Unit Yoga! 


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