Wie Du Deine eigene Morgenroutine etablierst

Ein typischer Morgen: Der Wecker klingelt, wir drücken noch 5 Mal die Snooze-Taste, bis wir wissen, dass uns nur noch ein paar Minuten für Dusche und Kaffee bleiben, bis wir zur Arbeit müssen. Noch im Bett kurz aufs Handy schauen, um Mails, WhatsApp, Instagram und Facebook zu checken. Noch bevor wir unseren ersten Kaffee oder Tee trinken, haben wir uns durch äußere Reize fremdsteuern lassen, und stolpern so in unseren Tag…

 

Doch es geht auch anders! Eine tägliche Morgenroutine, die du nach ein paar Wochen nicht mehr missen möchtest, schenkt Dir Ruhe und Energie für Deinen Tag

 

Und seitdem unser Alltag dank Corona-Krise in der früheren Form nicht mehr existiert, wir plötzlich mehr Zeit für uns selbst haben, und unsere Motivation im Home Office mehr denn je gefragt ist, ist es umso wichtiger, unsere eigenen Tagesablauf mal zu hinterfragen!  

Wie meine Morgenroutine aussieht

Ich habe fast 2 Jahre gebraucht, um eine für mich umsetzbare, effektive Morgenroutine (ca. 45 Min. inkl. Frühstück) zu etablieren, die auch mit Kind und meiner Selbstständigkeit funktioniert. Der Ablauf hat sich über die Monate ein wenig verändert, und auch heute passe ich sie hier und da an, wenn ich das Bedürfnis danach habe.

 

So sieht meine Routine aus, egal ob Mittwoch oder Sonntag: 

  • Mein Wecker klingelt um 7 Uhr und ich stehe direkt auf. Das Handy bleibt erstmal aus! 
  • Kurz ins Bad: Zähneputzen, Gesicht waschen, Haare kämmen 
  • Ein Glas Wasser trinken 
  • Sanfte Yoga-Praxis (20 Min.) (--> Video auf YouTube
  • 10 Min. Meditation (10 Min.) (--> Video auf YouTube)
  • Tee kochen
  • Ganz in Ruhe Müsli mit Obst oder Porridge zubereiten & essen 
  • Journaling & meine To Do’s für den Tag notieren

Erst danach mache ich mein Handy an, und setze mich für ein wenig Büroarbeit an den Schreibtisch, falls Frida noch schläft. Am wichtigsten ist für mich dabei, genug Puffer zu haben, um nicht bereits morgen fremdbestimmt in den Tag zu starten! Seitdem erlebe ich meine Tage mit mehr Gelassenheit, Zufriedenheit und Zuversicht.

 

Abends gehe ich gegen 22 Uhr ins Bett, was mir meist leicht fällt, seitdem mir diese feste Routine am Morgen so wichtig geworden ist!

Was sind die Vorteile einer Morgenroutine?

Uns selbst unsere ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken, ist unglaublich wertvoll. Und meist tagsüber in unserem voll gepackten Alltag gar nicht mehr möglich. Bleibt uns also der Morgen, bevor die Welt um uns zum Leben erwacht! Vielleicht hast Du das Bedürfnis, innerlich ruhig zu werden, fit zu bleiben, Dich persönlich auf irgendeinem Gebiet weiterzuentwickeln…

Was auch immer Dein Wunsch sein mag, morgens kannst Du dir die Zeit nehmen! 

 

"Ein konzentrierter, bewusst gestalteter Morgen zieht einen konzentrierten, erfolgreichen Tag und auf Dauer ein genau solches Leben nach sich" (Hal Elrod: Miracle Morning). Nach Jahren des Selbstversuchs würde ich diesen Satz sofort unterschreiben…

Und wie sieht die „richtige“ Morgenroutine für mich aus?

Eine Morgenroutine kann aus unterschiedlichen Elementen bestehen. Meditation und Bewegung sind „klassische“ Bestandteile, aber wenn Du lieber lesen oder achtsam Dein Frühstück zubereiten möchtest, kann dies genauso Deine Morgenroutine sein. 

  • Schritt 1: Fasse heute den Entschluss, dass Du eine Morgenroutine etablieren möchtest. Werde Dir selbst gegenüber 100% verbindlich damit! 
  • Schritt 2: Am Anfang stellst Du dir die Frage, wie viel Zeit Du investieren möchtest. Dein Zeitfenster ist die Grundlage, um eine sinnvolle, entspannte Routine zu entwickeln. Klar ist, je früher Du aufstehst, desto mehr Zeit wirst Du haben :).
  • Schritt 3: Wähle die passenden "Bausteine" Deiner Morgenroutine und schreibe sie auf! Dabei ist es wichtig, dass Du auf Deine Intuition hörst und wählst, was DIR wichtig ist. Hal Elrod empfiehlt ein System namens „S.A.V.E.R.S“, bestehend aus Stille (Meditation), Affirmationen, Visualisierung deiner Ziele, Exercice (Bewegung), Reading (Lesen) und Scribing (Tagebuchführen). Diese Elemente zusammen sind wundervoll, wenn Du mindestens 45 Min jeden Tag aufbringen kannst. Für mich waren es für eine realistische Praxis zu viele Elemente. 

Die Reihenfolge der Bausteine deiner Morgenroutine ist individuell und abhängig davon, was sich für dich stimmig und gut anfühlt. Ich z.B. habe früher erst meditiert, und dann meine Asana-Praxis gemacht. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich entspannter sitzen kann, wenn mein Körper schon etwas mobilisiert und warm ist. Teste einfach aus, und stelle vielleicht mit der Zeit die Reihenfolge um. 

6 Tipps, um Deine Morgenroutine zur Gewohnheit zu machen

  1. Sei realistisch, und nimm‘ Dir nicht zu viel vor! Lieber 20 Min. jeden Tag, als sporadisch eine ganze Stunde mit exzessivem Workout. 
  2. Stelle Deinen Wecker jeden Tag zur gleichen Uhrzeit. Drücke nicht auf die Snooze Taste! 
  3. Lasse Dein Handy aus bzw. im Flugmodus, bis deine Morgenroutine beendet ist. So vermeidest Du abgelenkt zu werden.
  4. Falls Du mit einem Partner / Kindern / Mitbewohnern zusammenlebst, weihe sie in Deine Praxis ein. So haben sie Verständnis und unterstützen Dich im Optimalfall bei der Umsetzung :).
  5. Suche Dir eine/n Freund/in als PartnerIn, sodass ihr Euch für die ersten Wochen gegenseitig motivieren könnt. Du kannst Deinen Entschluss und den Prozess auch via Instagram teilen, um eine Verbindlichkeit zu erzeugen. 
  6. Halte mindestens 21 Tage an der täglichen Routine fest. Denn so lange braucht es, um eine neue Gewohnheit zu entwickeln.

Ich hoffe, Du fühlst Dich nun entschlossen und motiviert loszulegen. Teile gerne Deine Erfahrungen mit uns im Kommentarfeld. Ich freue mich auf Dein Feedback! 

 

Namasté. 

BUCHTIPP: 

Wenn Du mehr über das Thema Morgenroutine erfahren möchtest, empfehle ich Dir:

"El Harold: Miracle Morning" (Werbung unbezahlt / unbeauftragt)

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Foto: Anne Kathrin Brunier
Foto: Anne Kathrin Brunier

Ich heiße Lisa Kauff, bin 34 Jahre alt und komme aus dem wunderschönen Mainz. Ich bin verheiratet und seit 2018 Mama unserer Tochter Frida. Seit Oktober 2019 leben wir in Nagold im Schwarzwald. Ich bin zertifizierte Yogalehrerin (500h AYA) und unterrichte Vinyasa Yoga. Mehr über mich und meinen Yogaweg erfährst Du hier. 


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Kommentare: 1
  • #1

    Jackie (Freitag, 17 April 2020 17:25)

    Hi Lisa,

    Das kam wie gerufen!
    Damit werde ich mich jetzt mal richtig beschäftigen. Aktuell versuche ich morgens mit Yoga und einer kleinen Meditation zu starten, dann ins Bad und fertig machen=anziehen, Frühstück und Getränke bereitstellen für den Tag und an den Schreibtisch.

    Das variiert jedoch, jenachdem wie gut ich aus dem Bett komme.
    Mein Körper ist schon seit meiner Kindheit an das Snoozen gewöhnt und ich komme grundsätzlich schwer aus dem Bett (egal ob mit oder ohne Wecker).
    Habe mal eine Weile ausprobiert ohne Snoozen oder nur mit maximal 1-2 mal aufzustehen. Mein Kreislauf fand das überhaupt nicht lustig. Schwindel und Kopfschmerzen am Morgen waren die Folge. Ich weiß wie dämlich Snoozen ist, aber es ist so schwierig (für mich) davon wegzukommen :D

    Also danke dir nochmal für diesen Ansporn und die Inspiration!

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
    Jackie