Wie finde ich die passende Yoga-Lehrer-Ausbildung?

Du möchtest noch tiefer in die Welt von Yoga eintauchen und vielleicht Du eine Yogalehrer-Ausbildung machen, aber bist überfordert mit dem riesigen Angebot da draußen?

Als ich mich dazu entschieden habe, eine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin zu machen, stand die Frage nach dem richtigen Ausbildungsinstitut im Raum. Je mehr ich immer Internet las, desto unsicherer wurde ich. So unglaublich viele Formate an Ausbildungen gibt’s mittlerweile, dass man ganz schnell den Überblick verlieren kann! In diesem Beitrag betrachte ich die wichtigsten Kriterien meiner Entscheidung für meine Ausbildung. Dabei spreche ich ganz aus meiner persönlichen Sicht. Das heißt, dass jeder von Euch anderen Kriterien haben mag, und es auch nicht „falsch“ ist, eine andere Form der Ausbildung zu wählen 😊. Ganz viel Spaß beim lesen!  

1. Die Dauer der Ausbildung

Die meisten 200h-Ausbildungen in Deutschland dauern rund 6-12 Monate. Manche Ausbildungen sind passend für Vollzeit-Arbeitende; das heißt, sie finden an (verlängerten) Wochenenden statt, sodass man nur wenige Urlaubstage investieren muss. Rechne auf jeden Fall durch, wie viele Urlaubstage Du insgesamt nehmen musst, und kläre, ob Dein Arbeitgeber Dir diese Zeit genehmigen wird. Dann gibt es Ausbildungen in Wochen-Blöcken, meist 5 Tage von Montag bis Freitag. 

 

Wenn Du Deine Ausbildung innerhalb einer sehr kurzen Zeit absolvieren möchtest, gibt es auch Kompakt-, oder Intensiv-Trainings. Diese gibt es in Deutschland ab 16 Tagen, meist an „Urlaubsorten“. Aber Achtung: Dabei bleibt wenig Zeit zum „Sacken-lassen“ und für Deine persönliche Entwicklung! Ich empfehle deshalb unbedingt eine längere Ausbildung. 

 

Eine weitere wichtige Frage dabei ist: Welche Optionen bietet das Studio, solltest Du mal krank werden, und nicht teilnehmen können? Gibt es erst 1 Jahr später die Möglichkeit zu wiederholen? Das würde deine Ausbildung ungewollt in die Länge ziehen! Hat das Studio ggf. weitere Standorte, sodass Du zu einem anderen Zeitpunkt dort nachholen kannst? 

 

2. Anerkennung des Ausbildungsinsituts

Die Ausbildung sollte möglichst von der Yoga Alliance (AYA) zertifiziert sein. Somit kannst du dir sicher sein, dass das Training international anerkannt ist und den Richtlinien der Yoga Alliance unterliegt. Außerdem werden Dir die absolvierten Stunden auch für weiterführende Ausbildungen gem. der Standards angerechnet (z.B. für 500h).

3. Wähle Deine Ausbilder

Lerne Deine zukünftigen Lehrer unbedingt vorher kennen, und besuche Yogakurse der Ausbilder, bevor Du Dich für die Ausbildung entscheidest. Denn Dein späterer Unterrichtsstil und Deine „Yoga-Sprache“ wird sich, zumindest in den ersten Jahren, stark an Deine Lehrer anlehnen. Somit solltest Du Dich absolut wohl in ihren Kursen fühlen, und einen positiven Bezug zu Deinen Lehrern haben. 

4. Finde Dich in den Inhalten der Ausbildung wieder

Jedes Institut legt einen etwas anderen Schwerpunkt in der Gestaltung der Inhalte. Schau‘ Dir den Plan der Ausbildung an und überlege Dir, ob die Inhalte zu Deinen Vorstellungen passen. Dabei musst Du Dir vielleicht erst einmal die Frage stellen, was Du Dir eigentlich von Deiner Ausbildung wünschst. Möchtest Du auf jeden Fall danach selbst unterrichten? Dann sind Themen wie Anleiten, Adjusten, Stundenaufbau & Sequenzierung ganz wichtig. Vielleicht ist Dir aber die Yoga-Philosophie wichtiger, und Du möchtest die Ausbildung erstmal nur für Dich machen. 

5. Suche Dir Deinen passenden Yoga-Stil

So viele unterschiedliche Ausbildungs-Formate es gibt, so viele unterschiedliche Yogastile werden in Ausbildungen auch vermittelt. Meist wird Hatha oder Vinyasa Yoga vermittelt. Auf jeden Fall solltest Du in Erfahrung bringen, welcher Stil / Stile Fokus der Ausbildung sind, und in Probestunden ausprobieren, ob DIR diese/r liegt / liegen :).  

6. Fühle Dich wohl im Yoga-Studio

Natürlich ist es wichtig, dass Du ein Studio wählst, in dem eine positive Stimmung herrscht. Sobald Du ein Studio betrittst, spürst Du, ob das Studio mit Hingabe und Liebe geführt wird. Lass Dich beim ersten Besuch des Studios von Deinem Herzen leiten, und schau‘ Dich ganz in Ruhe um. Es mag sein, dass Dir Dinge auffallen, die Dir missfallen (bsp. Straßen- oder Fluglärm). Vertraue dabei Deiner Intuition!

Yogalehrer-Ausbildung, Teacher Training
Beim gemeinsamen Brunch im Unit Yoga

7. Achte auf die Größe der Ausbildungsgruppe

Je kleiner die Gruppe, desto familiärer und persönlicher wirst Du Deine Ausbildung empfinden. Ich persönlich finde, dass es bei einer sehr großen Gruppe (+20 Personen) schwierig ist, eine wirklich intime und freundschaftliche Atmosphäre zu schaffen. Außerdem ist das Verhältnis von Ausbilder zu Teilnehmern größer, sodass die persönliche Betreuung möglicherweise etwas zu kurz kommt. Die Größe der Gruppe erfährst Du in der Regel nicht in den offiziellen Beschreibungen der Ausbildung, sondern nur auf persönliche Anfrage. Doch die lohnt sich! 

8. Wähle den Ort Deiner Ausbildung mit Bedacht

Ein Teacher Training in Indien, auf Bali oder in Spanien erscheinen auf den ersten Blick sehr reizvoll. Die Ausbildungen dort sind recht kurz, oft günstiger, und wirken wie ein Traum-Entspannungs-Urlaub. Ich gebe dabei zwei Dinge zu bedenken: 1. Die Sprache: Du lernst die „Yogasprache“, welche einen völlig neuen Wortschatz vermittelt, meist auf Englisch. Und somit lernst Du auch, Yoga auf Englisch zu unterrichten. Wieder zurück in Deutschland mag es Dir vielleicht schwerfallen, Deinen Unterricht in Deutsch zu halten. 2. Eine Yoga-Lehrer-Ausbildung setzt ganz viele neue Prozesse in Dir in Gang, physisch, aber ebenso auch mental. Und aus meiner Sicht braucht es mehr Zeit zwischen den Ausbildungs-Themen und Etappen (s. auch Punkt 1), um Dich mit dem neu erlernten Wissen auseinander zu setzen.

9. Die Ausbildungsgebühr

Die Ausbildungsgebühr für eine 200h-Ausbildung in Deutschland beträgt ca. 3.500-4.000 Euro. Das ist eine beträchtliche Investition, sodass Du Dir bei Deiner Entscheidung sicher sein solltest ;)! Für meine Entscheidung war dabei u.a. wichtig, dass ich keine weiteren Übernachtungskosten habe, und die Nutzung der angebotenen Kurse in dem Yogastudio als Teilnehmerin der Yoga-Ausbildung kostenlos ist. So habe ich während des Jahres 1-2 Mal pro Woche an ganz verschiedenen Yogakursen teilnehmen können, und meine eigene praktische Erfahrung kontinuierlich ausgebaut – und ein wenig Geld „gespart“, das ich sonst im Studio ausgegeben hätte.  

10. DEIN BAUCHGEFÜHL :)

Yoga-Ausbildungsinstitute in Mainz, Wiesbaden & Frankfurt

Meine Auswahl an Yogastudios im Rhein-Main-Gebiet, die 200h-Ausbildungen anbieten (unbezahlte Werbung): 

LASS MIR GERNE DEINEN KOMMENTAR DA, OB DIR DER BEITRAG GEHOLFEN HAT. GERNE SCHREIBE MIR AUCH WEITERE KRITERIEN, DIE FÜR DICH WICHTIG SIND! :)

 

Namasté. 


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